Dark Forest
I never heard a better lie
Totgekaempft.

Sanftes Windflüstern, hauchendes Rascheln der Blätter im sanften Sturm der Zeit, Monotonie im Inneren. Seit geraumen Augenblicken reiht sich jeder Tag an den nächsten, ähnelt jeder Atemzug seinen Vorgängern, trübt nicht ein Hauch von Emotion den Tag oder ihre Seele. Das Leben war erträglich geworden, nicht mehr und nicht weniger, und auch wenn sie es tief in ihrem Inneren nicht wusste, so hatte diese stetige Gewissheit des Ereignislosen doch eine beruhigende Art auf sie, so war dies immerhin die Garantie für weniger Unannehmlichkeiten, die das Leben nunmal leider mit sich trug, unaufhörlich. Noch etwas schlaftrunken lehnte sie sich an einen Baum, den Krieg in ihren Eingeweiden ignorierend. Die Luft roch nach Schornstein und Abgasen, faulig und stinkend zog sich die Gegenwart der Menschen durch die Natur, noch bevor man etwas von ihnen sehen konnte. Noch bevor die Sonne, die sich vielleicht zum ersten Mal in diesem Jahr erträglich zeigte, untergegangen sein wird, würde sie die Stadt erreichen. Und einem armen Trunkenbold einige Shilling aus der Tasche zu ziehen um sich ein kleines Essen und ein Zimmer für 10 Pence zu mieten, war eine ihrer leichtesten Übungen. Sie war ein Mädchen. Und nicht hässlich. Also schüttelte sie sich den Schlaf aus dem Gesicht und machte sich an, sich ums Abendessen zu kümmern.

 

22.4.08 20:14
 


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