Dark Forest
I never heard a better lie
Dextro Energy.

Das sanfte Nachgeben der Erden, das Rascheln und Zerstäuben der Blätter unter ihren Füßen wurde seltener, reine Natur verwandelte sich in festgetretenen Weg, verwandelte sich in unebene Straße.Hier war sie also, in der Stadt, und die Stadt stank. Anscheinend führte der Ausgang der Natur sie mitten in das Elendviertel, die Kanalisation hatte ihren Weg bis hierhin noch nicht gefunden. Verlorene Existenzen, dahinvegetierende menschenähnliche Wesen, verrotene Gedanken. Trunkenbolde lagen im Rinnstein, während jetzt, wo langsam der Abend zu dämmern begann, der Abschaum des Lebens sich wie Ratten auf die Straßen schlich, gemeinsam mit der Nacht und der Unkenntlichkeit. Einige Schritte trugen sie ihre Füße umher. Irgendwo in der ferne zersplitterte Glas, Stimmen wurden vom Wind herübergeweht und erzählten von Beschimpfung und Verleumndung. Bis auf die eben genannten Personen war die Straße leer, der beißende Gestank von Müll beleidigte ihre nase und ließ sie die frische Luft, die sie gerade noch riechen durfte, vermissen. Es ekelte sie an, und lieber zog sie eine hungrige Nacht vor, als sich hier niederzulassen. Am Straßenrand machte sie ein paar Bäume aus, die in eine Zuflucht zu führen schienen. Und shcneller als sie es sich versah, hastete sie darauf zu, um den Anblick der Unglücklichen nicht länger sehen zu müssen, die sich an das einzige klammerten, was sie noch hatten, ihr Leben, und dies in eine Jämmerlichkeit steuerten, die ihr undenkbar war.

23.4.08 21:05
 


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